Re: Januar 2026
Verfasst: Sa 10. Jan 2026, 12:20
Genesis - Selling England By The Pound (1973)
Heute ist mir mal wieder nach Genesis.
Heute ist mir mal wieder nach Genesis.




Rory war mit der ersten Taste, die aber vom Manager in 'Fendermen' umgetauft wurde, 1966 im Big Apple/Hamburg; Johnny Campbell -Drums;Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Sa 10. Jan 2026, 12:00Schau an und wieder eine Wissenslücke gefüllt. Die Begleitmusiker Eric Kitteringham und Norman Damery, wenn sie hier denn tatsächlich mitgewirkt haben sollten, sagen mir rein gar nichts .....badger hat geschrieben: ↑Sa 10. Jan 2026, 11:18 Rory Gallagher - In The Beginning (Emerald Gem 1967)
das eigentliche Taste-Debut wurde bis 1974 zurückgehalten, als Rory schon lange unter eigenem Namen firmierte. Hier gibts die schon 2. Besetzung (die erste,
vor dem Hamburger Aufenthalt, machte keine Plattenaufnahmen). Zur dritten, bekannten Besetzung wurde die Rhythmusgruppe erneut ausgetauscht.
Auf manchen Covern wird aus Profitgründen behauptet, daß es sich um die 3. Besetzung handelt (Wilson; McCracken), das ist aber inkorrekt.



Schon witzig. Die drei von dir geposteten Fugazi Platten stehen auch hier, weitere allerdings nicht .....




Das Konzeptalbum hätte man auch als perfekte Grundlage für eine Verfilmung nutzen können. In der Tat vermittelt die eher melancholische Grundstimmung einen mitreißenden Hörfluss. Die vertraute Dynamik früherer Werke vermisst man in keiner Weise und wären für dieses Werk auch fehl am Platz gewesen. Schönes Comeback einer etwas in Vergessenheit geratenen Band.BRAIN hat geschrieben: ↑Sa 10. Jan 2026, 21:46 Camel – Dust and Dreams (1992)
Dust and Dreams zeigt Camel von ihrer leisesten und zugleich stärksten Seite.
Das Album setzt auf Atmosphäre, Melodie und innere Spannung statt auf Virtuosenzirkus.
Andrew Latimers Gitarre erzählt mehr als tausend Noten und trägt die Musik mit Wärme und Gefühl.
Die Arrangements sind transparent auf Stimmung gebaut.
Kein spektakulärer Prog, sondern zeitlose Eleganz mit großer emotionaler Wirkung.
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Das ist in der Tat eine schöne Songzusammenstellung, auch wenn bei den Liveaufnahmen etwas getrickst wurde.Tranceformer hat geschrieben: ↑Sa 10. Jan 2026, 17:55
Various – Love And Peace Festival (Polydor 2675023)
Der Titel und das ikonische Cover dieser 3-LP-Box suggerieren auf den ersten Blick ein authentisches Dokument des legendären Fehmarn-Festivals vom September 1970. Doch der Schein trügt: Alles an der „Live-Atmosphäre“ ist ein großer Irrtum. Es handelt sich hierbei um einen satten Fake-Faktor, den Polydor damals bewusst einbaute.
Die drei Platten wurden so gemischt, dass zwischen den Titeln künstliche Applaus-Sequenzen eingefügt wurden, um den Eindruck eines durchgehenden Festival-Erlebnisses zu erwecken. Tatsächlich traten viele der enthaltenen Künstler – wie Cream, Blind Faith oder The Lovin' Spoonful – auf Fehmarn gar nicht auf.
In Wahrheit ist die Box eine kommerziell motivierte Zusammenstellung des damaligen Polydor-Katalogs, um vom „Woodstock“-Hype und dem Spirit der Hippie-Ära zu profitieren. Dennoch hat die Medaille eine glänzende Kehrseite: Musikalisch wird hier ein brillanter Querschnitt durch den Blues- und Psychedelic-Rock der späten 60er Jahre geboten. Da es sich überwiegend um Studioaufnahmen oder bereits veröffentlichte, professionelle Live-Tracks handelt, ist die Klangqualität durchweg hervorragend.
Die Mischung ist trotz der fragwürdigen Vermarktung erstklassig. Hier die wichtigsten Stationen dieser 3-LP-Reise:
Jimi Hendrix: Eröffnet das Set druckvoll mit „Who Knows“ (Live-Version der Band of Gypsys).
John Mayall: Ein echtes Highlight ist das sechsminütige, atmosphärische „The Laws Must Change“.
The Who: Sind mit ihrer unbändigen Energie in „Magic Bus“ und „Summertime Blues“ vertreten.
Eric Burdon & The Animals: Steuern die Klassiker „River Deep, Mountain High“ und „Ring Of Fire“ bei.
Taste (Rory Gallagher): Überzeugen mit ihrem rohen Blues-Rock („Same Old Story“, „Sinner Boy“).
Eric Clapton: Ist gleich mehrfach präsent – sowohl solo („Bottle Of Red Wine“) als auch mit seinen Supergroups Cream („Sweet Wine“) und Blind Faith („Had To Cry Today“).
Weitere vertretene Künstler:
Richie Havens („With A Little Help From My Friends“)
Melanie („Peace Will Come“)
Stone The Crows („Friend“)
Ginger Baker’s Air Force („Da Da Man“)
Ray Owen’s Moon (mit einer starken Version von „Voodoo Chile“)
Mandrill („Rollin' On“)
Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Box ist eine künstlich auf „Live“ getrimmte Best-of-Sammlung, die die Atmosphäre ihrer Zeit zwar perfekt einfängt, aber kein Dokument der tatsächlichen Auftritte auf Fehmarn ist. Titel und Cover versprechen etwas, das die Box nicht hält – wer sich jedoch vom „Live-Fake“ nicht stören lässt, erhält ein musikalisch hochkarätiges Zeitzeugnis in exzellenter Audio-Qualität.