Eloy - Planets (1981).jpg (54.39 KiB) 144 mal betrachtet
Hier das neunte Studioalbum von Eloy. Hatte ich schon länger nicht mehr gehört. Kopfhörer auf und genießen. Prima Sound.
Eloy mit einem schön Backgroundgesang.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 18:29
von Tranceformer
Batschkapp (Musik aus Mainz) - „Moi Stadt“
Vor einigen Tagen habe ich euch bereits das 1988er-Debüt „Jetzt abber werklisch“ von Batschkapp vorgestellt. Nur zwei Jahre später, 1990, legten „Onkel Hermann“ (Hermann Schneider) und seine Truppe mit ihrem zweiten Album nach. Da die Platte gerade jetzt perfekt in die Zeit passt, möchte ich sie euch nicht vorenthalten.
Das Album bietet eine gelungene Mischung aus Rock, Blues und lokalen Themen. Interessant dabei: Die Trackliste der Vinyl-Version ist deutlich kompakter gehalten als bei den späteren CD-Releases. Musikalisch bleiben sich Batschkapp treu: Es gibt wunderbaren Blues-Rock mit reichlich Lokalkolorit – ehrlich produziert, fernab von glattgebügeltem Studio-Pop. Der Sound ist herrlich „scheppernd-bluesig“ und fängt die Mainzer Mentalität punktgenau ein.
Obwohl Batschkapp oft fest mit der Mainzer Fastnacht assoziiert werden und ich beide LPs passend zur Saison präsentiere, steckt in der Musik deutlich mehr. Es ist ein echtes Alltags-Porträt der Region. Der Titelsong „Moi Stadt“ ist eine fast schon melancholische Hommage, die weit über bloße „Helau“-Rufe hinausgeht. Titel wie „Nervees & dappisch“ oder „Neber de Kapp“ nehmen die menschlichen Macken der Rheinhessen mit viel Augenzwinkern aufs Korn. Es geht um das „Babbeln“, den Schoppen und die kleinen Tücken des Lebens.
Für Lokalpatrioten ist diese LP ein absolutes Muss. Musikalisch erwartet euch solider Rock der frühen 90er, doch die wahre Seele der Platte liegt in den Texten und der unverwechselbaren, authentischen Stimme von Onkel Hermann.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 18:32
von Beatnik
Emma Peel hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 16:01
Ach, vor zwei Jahren hast du folgendes gepostet:
Hier geht's weiter mit Mike Patto und seiner Band Boxer. Ich hielt seinen Gitarristen Ollie Halsall immer für total unterbewertet, er spielt klasse.
Boxer • Below The Belt (1975)
Ein ätzendes Cover, das es in der CD Version leider nur so gab/gibt. Meine CD ist das Remaster von Esoteric.
Mir persönlich wäre das originale US-Cover wesentlich lieber gewesen. Aber das gibt es nicht auf CD. Boxer besitze ich alle Alben, wegen Ollie Halsall, einem der für meine Begriffe besten 70er Jahre Gitarristen und natürlich wegen Mike Patto.
Aber schön, dass Du Dich durch zwei Jahre Postings arbeitest, um mein Posting zu finden. Das ist ja fast schon kriminaltechnischer Spürsinn. Ich gestehe, ich bin ein unbelehrbarer Plattencover-Sexist.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 19:00
von Beatnik
Schweinkramalarm!
Hier kann ich zu meiner Entschuldigung wenigstens sagen, dass ich beide Versionen der LP besitze: die vaginale und die unvaginale...und natürlich die CD.
Mom's Apple Pie • Mom's Apple Pie (1972)
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 19:57
von Lavender
Jackie Leven - Fairly Tales For Hard Men (1997)
Jackie Leven - Fairly Tales For Hard Men (1997).jpg (48.23 KiB) 117 mal betrachtet
Mit einen schönen Gruß an unsere Emma, denn ich weiß ja inzwischen, dass sie Jackie Leven gerne hört. Ich übrigens auch. Allerdings habe ich bislang nur ein Album von ihm in meiner Sammlung. Habe jedoch eben ein weiteres Album von ihm gekauft.
@Emma Peel
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 20:57
von Maranx
Habe zur Zeit massenhafte Musik-Entdeckungen. Unter anderem dieses Album hier...
Widespread Panic - "Free Somehow" (2008)
Diese Band hat mich bisher schon mit 12 Alben überzeugt. Jetzt habe ich das 13. und bin völlig begeistert. Absolut erfrischender Rock-Sound.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:12
von Kröter
NEVERMORE - Dead Heart, In A Dead World (2000)
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:16
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 17:26Eiliff "Same" -1971-
Jam orientierter Krautrock aus der Jazzrock Schublade
Mit diesem krautigen Jazzgerocke kannst Du mir immer kommen, ich mag einfach diesen Stil. Mit dieser und der zweiten (trotz deren abstoßendem
Cover) haben Eiliff zweimal mächtig imponiert. Mehr hats leider (meines Wissens nach) nicht gegeben.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:26
von badger
Louder Than Hell hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 09:55Cream "Disraeli Gears" -1967-
Zwei Streithähne und eine eher zurückhaltende Person, trotzdem entstand Großartiges oder vielleicht deshalb. Jedenfalls waren sie eine Band, die im Bereich des Rocks viele Fahrbahnen eröffnet und nachfolgenden Gruppen den Weg geebnet haben.
Wohl die erste Supergroup der Rockgeschichte mit eigentlich nur hervorragenden Alben. Es gab nicht viele Musiker, die jeweils an Baker, Bruce oder
Clapton herankommen konnten. Manche waren sogar der Meinung, Eric Is God, aber das hat sich hinterher drastisch relativiert, als er für Jahrzehnte
zum größten Langweiler aller Zeiten wurde. Vielleicht sollte man ihn zwingen, sich z.B. Disraeli Gears wieder anzuhören.
100 mal hintereinander!
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:33
von badger
Emma Peel hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 07:52Little Feat "Last Record Album" -1975-
Auch wenn er Geist vergangener Tage ein wenig verflogen ist, entstand ein weiteres hörenswertes Album.....
Es mag durchaus sein, daß Lowell George's Zeit sich hier schon dem Ende näherte, aber ein überdurchschnittliches Album haben L.F. immer
noch hingelegt und Live waren die Stücke dann gar nochmal besser. Wieder mal eine meiner Favoriten; 5 mal erlebt und jedesmal überzeugt;
also wars für mich noch lange, lange nicht 'Last Record...'
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:43
von badger
James Harman Band - Extra Napkins (Cannon Ball 1988)
Wieder einer dieser Lumpen, die um mich herum geschlichen sind... In Skandinavien gespielt, dann das übliche Live-Konzert in voller Länge für
Radio Bremen um sich dann, als man heiß drauf war, ihn live zu sehen, am Rheinland vorbei und über Benelux/Frankreich aus dem Staub
gemacht... Soll man da nicht sauer sein?
Nun, ich hab trotzdem drei Handspannen voll des nach William Clarke beeindruckendsten Harpspielers ins Haus geholt; Jump in reinster Form:
Blues, Boogie Woogie, Rock, Swing... alles da, was der Mann braucht.
Leider ist auch dieser große alte Bursche nicht mehr unter uns.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 22:34
von Emma Peel
Lavender hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 19:57Jackie Leven - Fairly Tales For Hard Men (1997)
Jackie Leven - Fairly Tales For Hard Men (1997).jpg
Mit einen schönen Gruß an unsere Emma, denn ich weiß ja inzwischen, dass sie Jackie Leven gerne hört. Ich übrigens auch. Allerdings habe ich bislang nur ein Album von ihm in meiner Sammlung. Habe jedoch eben ein weiteres Album von ihm gekauft.
@Emma Peel
Es sollte einfach nicht sein, denn vom Erfolg her blieb er lediglich in der zweiten Reihe. Die mir vorliegenden Solalben gefallen mir alle, auch die Sachen, die er mit der Band Doll By Doll eingespielt hat. Am ausbleibenden Erfolg wird sich wohl auch nichts mehr ändern, weil er bereits vor gut 15 Jahren verstorben ist.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 22:38
von Emma Peel
Tranceformer hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 17:43
Various - Hotels, Motels And Road Shows (DLP, Live)
Als das Doppelalbum vor einigen Tagen hier im Forum vorgestellt wurde, war mein erster Gedanke: „Das könnte was für mich sein!“ Dieser Impuls verleitete mich dazu, das Werk direkt zu ordern – zumal Live-Aufnahmen einen wesentlichen Bestandteil meiner Sammlung ausmachen (mit mittlerweile stolzen 1.500 Live-Alben).
Der Hintergrund:Das Album erschien 1978 beim legendären Label Capricorn Records. Es fungiert als eine Art „Best-of“-Werkschau der damals aufstrebenden und etablierten Künstler des Hauses. Insgesamt ist es ein kleines Juwel für Fans des Southern Rock und Blues. Die Besonderheit: Es handelt sich um eine Compilation, die teils rare Live-Aufnahmen enthält und das Lebensgefühl der 70er Jahre perfekt einfängt.
Musikalische Eindrücke: Das Album ist eine hervorragende Momentaufnahme der späten 70er. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge der Marshall Tucker Band und der Allman Brothers. Wer auf ausladende Gitarrensoli, Hammond-Orgeln und diesen typisch erdigen, US-amerikanischen Sound steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Mischung aus Studio- und Live-Atmosphäre macht das Ganze enorm abwechslungsreich.
Sammlerwert & Klang: Für Sammler ist die Doppel-LP vor allem wegen der exklusiven Tracks interessant. Einige der Versionen (z. B. von Sea Level oder Stillwater) waren lange Zeit kaum auf anderen Tonträgern zu finden. Das Cover-Artwork und das Gatefold-Design fangen den nostalgischen Charme der Tour-Ästhetik wunderbar ein. Zudem überzeugen die Pressungen aus den späten 70ern (vor allem die US-Pressungen auf Capricorn) durch einen sehr warmen, dynamischen Klang, der perfekt zur analogen Produktion der damaligen Zeit passt.
Fazit Das Ding ist ein absolutes Muss für Southern-Rock-Liebhaber:innen. Es ist kein gewöhnlicher „Billig-Sampler“, sondern eine sorgfältig kuratierte Hommage an eine Ära, in der Rockbands noch 300 Tage im Jahr in Hotels und Motels verbrachten.
Ich habe mir mal die Songliste deiner DLP angesehen und die vertretenen Bands/ Solomusiker sind aller Ehren wert. Da hat das Label Capricorn ganze Arbeit geleistet.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 22:50
von Emma Peel
Buffalo Springfield "Same" -1966-
Das Debüt ist noch sehr byrdisch ausgerichtet, gefällt mir aber wegen seines folkigen und rockigen Grundtons. Stills, Young und Furay haben bekanntlich später eine Bilderbuchkarriere hingelegt.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 23:38
von Louder Than Hell
badger hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 21:43
James Harman Band - Extra Napkins (Cannon Ball 1988)
Wieder einer dieser Lumpen, die um mich herum geschlichen sind... In Skandinavien gespielt, dann das übliche Live-Konzert in voller Länge für
Radio Bremen um sich dann, als man heiß drauf war, ihn live zu sehen, am Rheinland vorbei und über Benelux/Frankreich aus dem Staub
gemacht... Soll man da nicht sauer sein?
Nun, ich hab trotzdem drei Handspannen voll des nach William Clarke beeindruckendsten Harpspielers ins Haus geholt; Jump in reinster Form:
Blues, Boogie Woogie, Rock, Swing... alles da, was der Mann braucht.
Leider ist auch dieser große alte Bursche nicht mehr unter uns.
Wer einmal an dem Album '"Those Dangerous Gentlemens" und dem Song "Goatman Holler" musikalisch genascht hat, wird an dem Album "Extra Napkins" kaum vorbei kommen können. Neben seinem treibenden Harpspiel sind auf jeden Fall Kid Ramos und auch Hollywood Fats hervorzuheben, die mit ihrem druckvollen Gitarrenspiel die ganze Power des Albums mit angereichert haben. Gerade die vermittelte Härte runden das Bild ab, so dass zum Abjumpen geradezu eingeladen wird. Und über allem krönt James Harman.
Re: Februar 2026
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 23:44
von Louder Than Hell
Larry Coryell "The Real Great Escape" -1973
JazzRock/ Fusion eines mittlerweile verstorbenen Gitarristen .....
Re: Februar 2026
Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 00:34
von Maranx
Bei einem Treffen mit Musikfreunden kennengelernt und daraufhin direkt bestellt!
The Sun Or The Moon - "Into The Light" (2025)
Was hat diese deutsche Truppe aus dem Rhein-Main-Gebiet da für ein hypnotisches Album geschaffen. Experimentierfreudige und kreative Musiker haben sich 2019 zusammengefunden, um ihre von Bands wie Can, Kraftwerk, frühen Pink Floyd und Radiohead inspirierten Soundvorstellungen zu verwirklichen. Ihren Sound bezeichnen die Musiker als psychedelische Space Lounge Music. Über einem elektronischen Fundament aus repetitiven Maschinen-Beats und mit einem Modularsystem erzeugten Klangteppichen entwickeln The Sun Or The Moon hypnotische und gleichwohl tanzbare Tracks mit Einflüssen aus Kraut Rock, Psychedelic und Space Rock, mit gezielten Kommentaren zu den turbulenten Entwicklungen und der manchmal deprimierenden Stimmung der modernen Welt.
Und was kommt da für ein herrlicher Sound aus den Lausprechern.