Eric Burdon & The Animals "Every One Of Us" -1968-
Vielleicht die eigenwilligste Einspielung aus dem Zeitfenster 67/ 68, weil hier weniger der Psych und bluesige Elemente im Vordergrund stehen. Stattdessen wird ein Mix unterschiedlichster Stilarten mit eingewobenen Sprechpassagen geboten. Letztlich ist es ein Album, dass einem nicht beim ersten Hören erschließt und die Musikstücke gleich anspringen.
Re: Februar 2026
Verfasst: Di 17. Feb 2026, 23:13
von Louder Than Hell
Blackwater Park "Dirt Box" -1972-
Krautrock aus Berlin, der sich auf dem Bereich des Hardrocks auf die Pirsch begeben hat. Und den internationalen Vergleich brauchen sie auch nicht zu scheuen, denn sie haben nach meinem Geschmack einen guten Job gemacht ...... Das Originalalbum hat allerdings mittlerweile einen vierstelligen Wert.
Re: Februar 2026
Verfasst: Di 17. Feb 2026, 23:49
von Louder Than Hell
badger hat geschrieben: ↑Di 17. Feb 2026, 18:34
Growing Condern - s/t (Mainstream 1968)
Eine dieser für Mainstream Records typischen Eintags-Fliegen mit einer nicht sensationellen, aber doch überdurchschnittlich guten und
hörenswerten Scheibe, die gerne zu mehr hätte führen dürfen.
Wird gerne als psychedelisch verkauft, ist aber eher unter den L.A.-Harmony Gruppen anzusiedeln (obwohl die Band aus Illinois stammte),
wobei allerdings kräftige Gitarren- und Orgeltöne den Spaß noch verstärken. Mit Sängerin, also nicht unähnlich zu Yankee Dollar, Neighb'rhood Childr'n
und Konsorten.
Bands aus diesem Genre gab es etliche, die mit einer Frontfrau/ Sängerin voranschritten und einige konnten mit diesem scheinbaren Aushängeschild auch über Gebühr punkten. Aber letztlich stand immer der musikalische Output im Mittelpunkt und ordneten sich diese Harmonybands irgendwie im Gefüge unter. Yankee Dollar, Neighb'rhood Childr'n oder auch Growing Concern stachen hier schon heraus und haben bei den Fans schon ihre nachhaltigen Spuren hinterlassen.
Hach, auch schon wieder 20 Jahre alt......time flies!!
Unglaublich, oder?
Für mich ist das Album ein echtes Statement gewesen. Diese kompromisslose Retro-Ausrichtung, Hammond, Mellotron, lange Tracks – und trotzdem kein müder Abklatsch, sondern voller Energie.
Gerade „By the Banks“ zeigt, wie ernst es Wobbler damals schon meinten.
Was mich beeindruckt: Das Debüt war kein vorsichtiges Antesten, sondern direkt ein Brett. Mutig, komplex, eigenständig.