Eine Band, die man durchaus dem NWoBHM zuordnen kann, der aber der Durchbruch auf größerer Ebene verwehrt blieb
Re: März 2026
Verfasst: Sa 21. Mär 2026, 23:50
von Louder Than Hell
BRAIN hat geschrieben: ↑Sa 21. Mär 2026, 19:53Amon Düül II – Hijack (1974)
Hijack ist für mich der Moment, wo Amon Düül II anfangen, sich zu verlieren.
Nach den starken frühen Alben wirkt das hier deutlich glatter und stärker auf den Markt ausgerichtet.
Der wilde Kraut-Spirit ist nur noch in Resten vorhanden.
Die Songs sind kürzer, strukturierter und teilweise fast schon konventionell.
Rock, etwas Funk, sogar Ansätze von Pop schleichen sich ein.
Das ist handwerklich alles okay, aber es fehlt die Spannung.
Früher wusste man nie, was passiert. Hier läuft vieles vorhersehbar.
Ein paar Ideen blitzen auf, keine Frage.
Aber oft wirkt das wie gebremst. Als hätte man den Wahnsinn bewusst rausgenommen.
Genau das nimmt der Musik viel von ihrer Wirkung.
Hijack ist kein Totalausfall, aber ein klarer Schritt weg von dem, was die Band einmal besonders gemacht hat.
Für mich eher zweite Reihe im Düül-Katalog.
Auf die Sitzbank in der zweiten Reihe nahmen sodann noch weitere Alben von ihnen Platz. Irgendwie war der Spirit vergangener Alben mehrheitlich auf der Strecke geblieben.
Re: März 2026
Verfasst: Sa 21. Mär 2026, 23:53
von Louder Than Hell
Sirius hat geschrieben: ↑Sa 21. Mär 2026, 23:02
The Hooters ÷ Nervous Night 1985
Day By Day 3:28
All You Zombies 5:58
Where Do The Children Go 5:29
Die Australier Midnight Oil und Hooters habe beide Bands unabhängig voneinander live in der Großen Freiheit 36 gesehen. Das dürfte so um 1987 herum gewesen sein. Die Midnight Oil haben hier am meisten punkten können und letztlich lassen sich beide Gruppen von der Ausrichtung auch kaum vergleichen.