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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 00:04
von BRAIN
Louder Than Hell hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 23:17
BRAIN hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 22:52 Traffic – The Low Spark of High Heeled Boys (1971)

Das Album braucht Zeit. Beim ersten Hören wirkt vieles unspektakulär, fast zu entspannt.
Aber genau daraus zieht es seine Stärke. Die Musik entwickelt sich langsam, ohne Druck.

Der Titelsong ist das Zentrum. Über elf Minuten, aber keine Sekunde zu viel.
Bass, Piano und Orgel legen einen ruhigen Groove, darüber baut sich alles schrittweise auf.
Typisch für das Album ist diese Mischung aus Rock, Jazz und Folk und viel Raum für die Instrumente.

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Kreativ war diese Band auf ihre Art und Weise schon immer. Angefangen bei den Frühwerken, wo sich Pop und Psych die Hände reichten. Mit "John Barleycorn Must Die" veränderten sie ihren Stil in Richtung Folk und Blues. Hier befand man sich in einem ganz anderen Gewässer. Ihre beiden Highlights waren für mich immer "The Low Spark Of High Heeled Boys" und "Shoot Out At The Fantasy Factory". Schon allein die Mitspieler hielten die Kunst des spielerischen Könnens verdammt hoch und konnten auf diese Art und Weise ihr individuelles Spiel und vor allem eine hohe Spielvieltfalt hochhalten. Im Grunde könnte man fast jedes Album der beiden letztgenannten sezieren und wäre erstaunt wieviele Feinheiten dort jeweils eingewoben wurden. Aber das absolute Schmankerl sind ihre Liveeinspielungen, von denen leider viel zu viele nicht offiziell vorliegen.

Deine Hinweise auf die spielerische Vielfalt der Besetzung treffen es gut.
Man merkt, dass hier Musiker am Werk sind, die nicht „performen“, sondern miteinander sprechen.
Diese Feinheiten hört man erst, wenn man sich wirklich Zeit nimmt.
Vielleicht ist das der Grund, warum das Album heute fast moderner wirkt als viele zeitgleich erschienene Rock‑Produktionen.

Und ja: Die Live‑Sachen sind ein eigenes Kapitel.
Da bekommt man erst richtig mit, wie viel Freiheit und Mut in dieser Band steckte.
Schade, dass so wenig davon offiziell veröffentlicht wurde — das hätte der Bandgeschichte noch einmal eine andere Dimension gegeben.

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 07:18
von Beatnik
Start in den Tag mit einem meiner ewigen Inselalben. Gibt es seit einiger Zeit endlich auch auf CD. Hier steht seit gut 50 Jahren ein Cut Out des Vinyl Originals, die CD kam erst vor einigen Jahren hinzu. John Buck Wilkin ist ein schräger Kauz, der zuvor bei Ronny And The Daytonas der Ronny war und noch ein weiteres Soloalbum veröffentlichte, das nicht annähernd so gut war wie dieses.

Buck Wilkin • Buck Wilkin (1971)

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 08:31
von Emma Peel
Gordon Giltrap "Visionary" -1976-

Startete einst als Singer/ Songwriter, sattelte dann zum leicht instrumentalem progressiven Folk um ...

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:01
von Hawklord
Fad Gadget - Gag (1984)

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:01
von Louder Than Hell
Fleshtones "Roman Gods" -1981-

Die Neogarage ist auch ein musikalischer Bereich, der mir sehr am Herzen liegt. Wer letztlich Psych wertschätzt, wird unweigerlich an dieser Musikform kaum vorbei kommen. Hier mal eine Band, die aus New York stammt und maßgeblich an diesem Revival beteiligt war.

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:31
von Faltenrock
The Church - Eros Zeta and the Perfumed Guitars

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:33
von Tranceformer
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Joe Jackson – Live 1980/86
Nach einer ersten Auswertung des Musik-Magazins Goodtimes (Nr. 201) lässt sich als Fazit festhalten: Musikalisch kommt in den nächsten Tagen und Wochen einiges auf uns zu.
Am 10. April erwartet uns das neue Joe-Jackson-Album „Hope And Fury“. Dieses „Kribbeln im Bauch, das kennst Du doch auch“ – die Vorfreude auf eine Vinyl-Neuerscheinung. Ganz offen gestanden: Bei mir setzt diese Vorfreude auf einen Longplayer nur noch selten ein. Doch bei einer Veröffentlichung von Joe Jackson keimen verdammt viele Erinnerungen auf, und da ist es dann wieder, dieses wunderbare Bauchgefühl. Beinahe hätte ich „Jugenderinnerungen“ geschrieben, doch als mein Interesse für Joe Jackson so richtig aufploppte, klopfte auch schon fast die 30 an.
In Erwartung dessen, was da kommt, wird es Zeit, nach langer Zeit mal wieder eine LP dieses Mannes mit den vielen Höhen und Tiefen auf den Plattenteller zu legen. Doch welche soll es sein? Da ist auf jeden Fall das 82er Werk „Night And Day“, mit dem bei mir das Jackson-Fieber einsetzte, gefolgt von „Body And Soul“. Eine LP, die zwei Jahre später auf den Markt kam und für mich heute noch zu seinen stärksten Arbeiten zählt. Und da ist natürlich auch das etwas unterschätzte Album aus der „Neuzeit“: „Fool“ erschien 2019. Nun heißt es also noch drei Wochen warten auf „Hope And Fury“.
Heute geht mein Blick aber in die Live-Abteilung meiner Sammlung. Ich entscheide mich für eine fantastische Dokumentation seiner Vielseitigkeit. Das Album „Live 1980/86“ erschien im April 1988 und ist weit mehr als ein gewöhnliches Best-of; es ist eine chronologische Reise durch vier völlig verschiedene Ären seiner Karriere.
Das Konzept: Vier Bands, vier Stile
Jede Seite der Doppel-LP repräsentiert eine andere Tournee und damit einen völlig eigenen Sound:
Side A: Beat Crazy Tour – Energieladener Post-Punk & Ska-Einflüsse mit der originalen Joe Jackson Band.
Side B: Night And Day Tour – Sophisticated Pop, urbane Jazz-Einflüsse und viel Percussion (ganz ohne Gitarre!).
Side C: Body & Soul Tour – Großer Bläsersatz, Soul und fast schon Big-Band-Feeling.
Side D: The Big World Tour – Reduzierter Rock/Pop, live vor Publikum direkt auf 2-Spur-Band aufgenommen.
Highlight: "Is She Really Going Out With Him?"
Als ich früher noch Tapes zusammenstellte, gab es feste Regeln: immer ein Thema, nie ein Interpret doppelt. Um solche Regeln kümmert sich ein Joe Jackson nicht. Auf diesem Live-Album gibt es seinen wohl größten Hit gleich dreimal – aber jedes Mal völlig anders interpretiert:
1. Als A-cappella-Version (1982/83).
2. Als Akustik-Version (1984).
3. In der klassischen Band-Version (1980).
Das Album ist ein besonderer Beleg für Jacksons Aufrichtigkeit. Er war damals dafür bekannt, Live-Aufnahmen zu hassen, die im Studio „nachgebessert“ wurden. Deshalb klingt dieses Album sehr authentisch, rau und dynamisch. Man hört selten einen Künstler, der sich innerhalb von nur sechs Jahren so radikal verändert hat – vom wütenden New-Wave-Musiker zum feinsinnigen Jazz-Pop-Arrangeur.
Trotz der verschiedenen Aufnahmeorte (von Manchester über Sydney bis Tokio) wirkt das Album wie aus einem Guss, was der exzellenten Abmischung von 1987/88 zu verdanken ist. Wer allerdings genau hinhört, wird feststellen, wie sich Jacksons Stimme über die Jahre entwickelt: vom fast schon gepressten, aggressiven Gesang 1980 hin zu der sehr kontrollierten, souligen Performance bei „A Slow Song“, der die dritte LP-Seite abschließt.
Diese stimmliche Weiterentwicklung war bei Jackson niemals abgeschlossen und findet auch auf dem aktuellen Werk ihre Fortsetzung. Dazu allerdings mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Heute werden auf jeden Fall noch „Body And Soul“, „Night And Day“ und „Big World“ auf dem Plattenteller landen – so jedenfalls der Plan.

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:34
von Tranceformer
Emma Peel hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 08:31 Gordon Giltrap "Visionary" -1976-

Startete einst als Singer/ Songwriter, sattelte dann zum leicht instrumentalem progressiven Folk um ...

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Muss ich auch mal wieder dringend aus dem Regal holen...

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 09:40
von Tranceformer
Beatnik hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:38 Ich häng weiter am Tropf der Tedeschi Trucks Band. Was ist das ein geniales Album. Bei "Under The Knife" werden schöne Little Feat Erinnerungen wach, "Devil Be Gone" wiederum ist ein echt schöner lockerer Shuffle. :prayer:

Tedeschi Trucks Band • Future Soul (2026)

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Brain und Du, ihr seit voll des Lobes. Habe mir die Scheibe jetzt zweimal im Stream angehört und finde einfach keinen Zugang. Irgendwie wollen die Band und ich nicht auf die gleiche Umlaufbahn einbiegen. Bei "Mad Dogs" ging es mir nicht anders. Das Vinyl ist noch fast jungfräulich. "I am The Moon", sämtliche vier Alben, lagen seit 2022 noch nie auf dem Plattenteller und "Layla" durfte zumindest einmal eine Runde auf dem Teller machen...
Ich mach mir keinen Kopf, wird vielleicht noch. Manche Dinge brauchen halt Zeit.

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 10:45
von Beatnik
The Lilac Time • The Lilac Time (1988)

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 11:10
von Faltenrock
Altbewährtes ...


Allman Brothers - Eat a Peach

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Melissa



One way out


Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 11:27
von Alexboy
Emergency: Emergency - 1971 - Fusion aus München :beer:


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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 11:48
von Alexboy
The Spencer Davis Group: Autumn '66 - R&B/Blues/PopRock aus UK :beer:


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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 11:59
von Beatnik
Die Kanadier mit ihrem Live Doppelalbum, endlich bei mir eingetroffen, direkt von der Band selber. Southern Blues Rock, wie er sein muss. :yes:

The Sheepdogs • Live At Lee's (2022)

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 12:10
von Louder Than Hell
Ten Years After "Undead" -1968-

Blues in Clubatmosphäre, wie er kaum besser klingen kann.

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 12:12
von Alexboy
James Taylor : In The Pocket - 1976 - SoftRock aus Boston :beer:


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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 13:43
von Beatnik
Mal wieder Conrad Keely und seine Band im Player.

And You Will Know Us By The Trail Of Dead • XI: Bleed Here Now Quadraphonic (2022)

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Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 14:22
von Tranceformer
Beatnik hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 11:59 Die Kanadier mit ihrem Live Doppelalbum, endlich bei mir eingetroffen, direkt von der Band selber. Southern Blues Rock, wie er sein muss. :yes:

The Sheepdogs • Live At Lee's (2022)

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Die DLP steht auch bei mir auf dem Radar, ist vorbestellt und soll am 17. April geliefert werden.

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 14:41
von Beatnik
Tranceformer hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 14:22
Beatnik hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 11:59 Die Kanadier mit ihrem Live Doppelalbum, endlich bei mir eingetroffen, direkt von der Band selber. Southern Blues Rock, wie er sein muss. :yes:

The Sheepdogs • Live At Lee's (2022)

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Die DLP steht auch bei mir auf dem Radar, ist vorbestellt und soll am 17. April geliefert werden.
Hättest die von mir haben können, ich hab sie doppelt, hab ich doch geschrieben.

viewtopic.php?t=1644

Re: März 2026

Verfasst: Di 24. Mär 2026, 14:52
von Alexboy
The Dave Pike Set: Album - 1971 - Fusion Weltweit :beer:



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