Blues und Bluesrock im Forum

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badger
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von badger »

Louder Than Hell hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 12:45 R.L. Burnside "Too Bad Jim" -1994-

Hier steht ein anderer Landstrich für die Grundlage des Blues an, nämlich der aus dem Süden, beheimatet im Bereich des Mississippi. Klassischer Hill Country Blues, roh und zugleich hypnotisch im Stil des „Juke Joint“-Sound. Sein rauhes Gitarrenspiel, die pulsierenden Rhythmen und die ungebändigten Energie waren letztlich sein Markenzeichen.
Ja, Burnside und auch sein Kumpel Junior Kimbrough mit ihrem Nord-Mississippi-Stil, der sich ja vom Delta-Blues deutlich unterschied, haben es tatsächlich
fertig gebracht, einem eigentlich schon längst völlig abgefackelten Genre noch einmal eine Vitaminspritze zu verpassen und für je 5,6 Alben konte man sich
noch einmal an einer neuer Spielweise alter Akkordfolgen begeistern. 'Too Bad Jim' kann man nicht nur Rock'n'Rollern, sondern gar Punks empfehlen.
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badger
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von badger »

Robert Nighthawk - Live On Maxwell Street 1964 (Bullseye/Rounder 2000)

Natürlich hat auch 'Lehrer' Earl Hooker irgendwo selbst wieder seinen Lehrmeister gehabt; es war der sagenumwobene Robert Nigththawk,
der wohl zusammen mit T-Bone Walker zu den ersten gehörte, die 'einstöpselten' um damit einen für die damalige Zeit völlig neuen Klang auf
der Slide zu liefern; rauh und hart gegriffen kam das rüber. Samstags morgens brachte Nighthawk einen kleinen Tragverstärker auf die Straße,
setzte ein rudimentäres Drums dazu und ab ging die Post. Die Maxwell Street war die Haupt-Markt- und Geschäftsstraße, auch mit vielen
Blues Clubs, samstags morgens war da schon die beste Stimmung.
Fast alle der vielen Musiker, die einmal in Nighthawks Band spielten, wurden später selbst zu großen Bluesern; hier sind z.B. schon der
junge Junior Wells, Johnny Young und J.B. Lenoir dabei.

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Louder Than Hell
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von Louder Than Hell »

badger hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 18:14 Robert Nighthawk - Live On Maxwell Street 1964 (Bullseye/Rounder 2000)

Natürlich hat auch 'Lehrer' Earl Hooker irgendwo selbst wieder seinen Lehrmeister gehabt; es war der sagenumwobene Robert Nigththawk,
der wohl zusammen mit T-Bone Walker zu den ersten gehörte, die 'einstöpselten' um damit einen für die damalige Zeit völlig neuen Klang auf
der Slide zu liefern; rauh und hart gegriffen kam das rüber. Samstags morgens brachte Nighthawk einen kleinen Tragverstärker auf die Straße,
setzte ein rudimentäres Drums dazu und ab ging die Post. Die Maxwell Street war die Haupt-Markt- und Geschäftsstraße, auch mit vielen
Blues Clubs, samstags morgens war da schon die beste Stimmung.
Fast alle der vielen Musiker, die einmal in Nighthawks Band spielten, wurden später selbst zu großen Bluesern; hier sind z.B. schon der
junge Junior Wells, Johnny Young und J.B. Lenoir dabei.

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Chicago Blues, wie er essentieller kaum sein kaum. Straßeneckenblues, roh, direkt und mit einer unnachahmlich leicht kratzigen Slide unterlegt. Jedenfalls alles begleitet von einem knarzig brummenden Rhythmus und perfekt ist das authentische Straßenfeeling. Die Maxwell Street war sicherlich ein Nährboden dieses Sounds, den man vermutlich an verschiedenen Ecken wahrnehmen konnte. Da diese Aufnahmen unvermittelt auf der Straße aufgenommen wurden, lässt ihre Bedeutung heute noch in einem ganz anderen Licht erstrahlen.
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badger
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von badger »

Carey Bell's Blues Harp - s/t (Delmark 1969)

Wieder ein Chromatic-Harpist aus der 1. Liga, der aber mit seinen Solo-Alben erst anfing, als der Hauptboom des Blues schon vorbei war.
Vorher war er schon seit den frühen 50ern und viele Jahre bei Muddy Waters und natürlich irgendwann auch bei Earl Hooker.
Natürlich: bei Carey drängeln sich hochrangige Mitspieler; Jimmy Dawkins, Pinetop Perkins, Eddie Taylor....

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Louder Than Hell
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von Louder Than Hell »

badger hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 15:28 Carey Bell's Blues Harp - s/t (Delmark 1969)

Wieder ein Chromatic-Harpist aus der 1. Liga, der aber mit seinen Solo-Alben erst anfing, als der Hauptboom des Blues schon vorbei war.
Vorher war er schon seit den frühen 50ern und viele Jahre bei Muddy Waters und natürlich irgendwann auch bei Earl Hooker.
Natürlich: bei Carey drängeln sich hochrangige Mitspieler; Jimmy Dawkins, Pinetop Perkins, Eddie Taylor....

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Chicago Blues hier von von einer gewissen Rohheit und Authenzität erfüllt, so dass das Zuhören richtig Spaß macht und man unmittelbarer Zeuge des ganzen ist. Er ist einer mit einem bestechenden, teils auch klagenden Mundharmonikaspiel und seinen ausdrucksstarken Gesang. Ein gewisser Swing ist für mich auch vernehmbar, der die Musik weiter abrundet.
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Louder Than Hell
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von Louder Than Hell »

The Dirty Blues Band Featuring "Gingerman" Piazza "Stone Dirt" -1968-

The Dirty Blues Band, Bacon Fat oder auch The Mighty Flyers waren nur einige Stationen des begnadeten Harpspielers, der natürlich auch etliche Soloalben mit auf den Weg brachte. Und mit Honey Piazza hatte er die richtige Frau an seiner Seite, die ihm an den schwarzweißen Tasten zur Seite stand, statt ihm die "Flötentöne" beizubringen. 8-) Das ausgereifte Mundharmonika-Spiel des jungen Rod Piazza ist natürlich ein herausragendes Element des Albums gewesen.

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badger
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Re: Blues und Bluesrock im Forum

Beitrag von badger »

Louder Than Hell hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:19 The Dirty Blues Band Featuring "Gingerman" Piazza "Stone Dirt" -1968-

The Dirty Blues Band, Bacon Fat oder auch The Mighty Flyers waren nur einige Stationen des begnadeten Harpspielers, der natürlich auch etliche Soloalben mit auf den Weg brachte. Und mit Honey Piazza hatte er die richtige Frau an seiner Seite, die ihm an den schwarzweißen Tasten zur Seite stand, statt ihm die "Flötentöne" beizubringen. 8-) Das ausgereifte Mundharmonika-Spiel des jungen Rod Piazza ist natürlich ein herausragendes Element des Albums gewesen.
wieder mal nimmst du mir die Worte aus dem Mund und legst die Scheiben aus meinen Regalen auf..., man kommt ja nicht mehr dazu, selbst Kommentare
abzugeben...
Denn es ist genau meine Meinung, daß Honey Alexander nicht nur an den Tasten, sondern auch als Managerin eine schützende und pflegende Hand über
Rod gehalten hat und irgendwie mit dem genau richtigen Maß an Engagement für eine lange Karriere mit meistens guten Alben gesorgt hat.
Ich hoffe, daß diese beiden Guten noch ein paar schöne Jahre zusammen haben.
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